Ausland: Europa

Auch die meisten anderen europäischen Staaten sind hoch verschuldet, am höchsten Griechenland, Italien, Portugal, Irland und Belgien. Besonders beunruhigend aber ist, dass sich seit 2010 eine Schere auftut zwischen Nord und Süd:



Die deutschen Staatsfinanzen erholen sich allmählich von der Finanzkrise, aber den drei genannten Ländern – hier zusammengefasst – geht es immer schlechter. (Hierbei ist berücksichtigt, dass die Volks­wirtschaften verschieden groß sind. Deshalb wird die aufgelaufene Gesamt­verschuldung nicht in absoluten Geld­beträgen verglichen, sondern als "Schuldenquoten" in Beziehung zum Brutto­inlandsprodukt (BIP) gesetzt. "-80%" heißt also: Schulden in Höhe von 80% des BIP)

Detaillierte Zahlen finden sich hier.

Der Vertrag von Maastricht ist end­gültig gescheitert. Die Staats­verschuldung Europas ist außer Kontrolle. Schon zu Beginn der Euro-Währungs­union lag die Schulden­quote bei 70%, Ende 2014 waren es 92%. Die Schulden und sogar die Schulden­quote steigen auch in Zeiten guter Konjunktur.

Ausgerechnet in den großen Ländern Frank­reich, Italien und Spanien gibt es starke, ständig wachsende Oppositions­parteien, die den Euro verlassen wollen. Diese Länder können ihre Währung nicht mehr abwerten, das spielt der deutschen Wirt­schaft in die Hände. Wirt­schafts­wachstum, Zunahme der Jobs und Abbau der Staats­schulden in Deutsch­land geschehen auf Kosten der Mittel­meer­länder.

Der Euro spaltet Europa.

Stand: Mai 2015