Notarztwagen, Feuerwehr
Gegenwärtige Höhe der Staatsverschuldung
- Hier erste Zahlen für 2009
- Im Jahre 2008 haben die öffentlichen Haushalte wie schon im Vorjahr einen nur geringfügigen Unterschuss erzielt, und zwar in Höhe von 3,3 Mrd. EUR. (Quelle 1)
- Ursache des geringen Defizits 2008 war ein sehr hohes Wirtschaftswachstum (2,9% des Bruttoinlandsprodukts).
- Nicht in dieser Zahl berücksichtigt sind die außerordentlich hohen Ausgaben zur Stabilisierung der Finanzmärkte Ende 2008. Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Betrag von 62 Mrd. EUR (2,5% des Bruttoinlandsprodukts). (Quelle 2)
- Ende 2008 hat die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte eine Höhe von 1641 Mrd. EUR erreicht (einschließlich Verbindlichkeiten zur Stabilisierung der Finanzmärkte). Das sind etwa 20.000 EUR pro Kopf der Bevölkerung, vom Säugling bis zum Greis.
- Diese Gesamtverschuldung zieht eine gewaltige Zinslast nach sich. Unser Staat gab 2008 jeden neunten Steuer-Euro für Zinsen aus! Ohne diese Last könnten also Lohnsteuer, Umsatzsteuer, Mineralölsteuer usw. jeweils um 1/9 niedriger sein. - Dabei ist der Zinssatz gegenwärtig sehr niedrig. Der Staat zahlt zur Zeit nur durchschnittlich 4% Zinsen. Sollte der durchschnittliche Marktzins um 1% steigen, würde das jährlich 16,4 Mrd. EUR mehr an Zinsen kosten.
- Da es noch nicht einmal in Jahren wie 2007 und 2008 gelungen ist, einen Haushaltsüberschuss zu erzielen, war schon damals befürchten, dass im nächsten Konjunkturabschwung die Schulden wieder sehr viel schneller steigen. Dazu trägt auch der enorm gestiegene Schuldenberg bei: Ende 1999 waren es noch 1210 Mrd. EUR, für die Zinsen gezahlt werden mussten, heute sind es 1641 Mrd. EUR!
Stand: Juni 2009