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Schuldenuhr



Alle Schuldenuhren gehen falsch!

Denn sie alle gehen aus vom Schuldenstand am Ende des letzten Jahres, schätzen die Neuverschuldung des laufenden Jahres und errechnen daraus, wie hoch der Schuldenstand in dieser Sekunde ist - angeblich auf den Euro genau. Aber:

Niemand weiß, wie hoch die Neuverschuldung des laufenden Jahres ist. Das Statistische Bundesamt errechnet diese Zahl erst im nächsten Frühjahr aus Tausenden von Meldungen. So schätzte die Bundesregierung das gesamtstaatliche Defizit 2009 noch im August 2009 mit 126 Mrd. EUR, am Ende waren es dann 79 Mrd. EUR!

Und: Die Schulden steigen nicht gleichmäßig, sondern tagsüber schneller als nachts (dann schlafen die Mitarbeiter der Schulden-Verwaltung), an Werktagen schneller als am Wochenende, und wenn die Betriebe am 10. des Monats die Lohn- und die Umsatzsteuer zahlen, sinkt die Verschuldung für ein paar Tage.

Trotzdem haben Schuldenuhren einen Sinn. Denn sie machen anschaulich, dass die Staatsverschuldung eine schier unglaubliche Höhe erreicht hat und dass sie ständig weiterwächst. Schuldenuhren sind sehr bekannt. Auf dieser Website ist diese Seite hier die mit Abstand meistgelesene.

Hier wird von folgenden Zahlen ausgegangen (der deutsche Staat gesamt, also Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung):

Stand Ende 20091720 Mrd. EUR
Defizit 2010 (wie Vorjahr)79 Mrd. EUR
=2505 EUR pro Sek.
Stand Ende 20101799 Mrd. EUR

Ziel: Dieser Zähler muss zum Stehen kommen (=Einfrieren der Staatsverschuldung), danach eventuell rückwärts zählen (=Abbau der Staatsverschuldung).

Zur Verwendung der Wörter Milliarde und Billion siehe hier.

Stand: 24.02.2010