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Autobahn­reparatur bei Schleswig

Schuldenuhr


Video: Ist Staatsverschuldung gefährlich?


Alle Schuldenuhren gehen falsch!

Denn sie alle messen nicht die Verschuldung, sondern schätzen sie nur. Ausgangs­punkt ist der Schulden­stand am Ende des letzten Jahres, dann wird die Neu­verschuldung des laufenden Jahres geschätzt und daraus errechnet, wie hoch der Schulden­stand in dieser Sekunde ist - angeb­lich auf den Euro genau. Aber:

Niemand weiß, wie hoch die Neu­verschuldung des laufenden Jahres ist. Die Haushalts­pläne liegen meist mehrere Milliarden Euro neben dem Endergebnis. Erst im nächsten Frühjahr errechnet das Statis­tische Bundes­amt diese Zahl aus Tausenden von Meldungen.

Und: Die Schulden verändern sich nicht gleichmäßig, sondern tagsüber schneller als nachts (dann wird an den Märkten nicht gehandelt), und wenn die Betriebe am 10. des Monats die Lohn- und die Umsatz­steuer zahlen, sinkt die Verschuldung für einen Tag etwas stärker.

Trotzdem haben Schuldenuhren einen Sinn. Denn sie machen anschau­lich, dass die Staats­verschuldung eine schier unglaub­liche Höhe erreicht hat und dass sie auch jetzt nur minimal zurückgeht. Schulden­uhren sind sehr bekannt. Diese Seite hier ist auf staatsverschuldung.de die mit Abstand meist­gelesene.

Es wird von folgenden Zahlen ausge­gangen (der deutsche Staat gesamt, also Bund, Länder, Gemeinden, Sozial­versicherung):

Stand Ende 20162140 Mrd. €
Überschuss 2017 (wie Vorjahr)18 Mrd. €
=571 € pro Sek.
Stand Ende 20172122 Mrd. €

In den Jahrzehnten zuvor ist die Verschuldung immer nur gestiegen, teilweise um Dutzende Milliarden Euro pro Jahr. Seit 2015 kommt es erstmals zu einem geringen Rückgang.

Zur Verwendung der Wörter Milliarde und Billion siehe hier.

Stand: 28.05.2017