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Autobahn­reparatur bei Schleswig

Schuldenuhr


Video: Ist Staatsverschuldung gefährlich?


Alle Schuldenuhren gehen falsch!

Denn sie alle gehen aus vom Schuldenstand am Ende des letzten Jahres, schätzen die Neu­verschuldung des laufenden Jahres und errechnen daraus, wie hoch der Schulden­stand in dieser Sekunde ist - angeb­lich auf den Euro genau. Aber:

Niemand weiß, wie hoch die Neu­verschuldung des laufenden Jahres ist. Die Haushalts­pläne liegen meist Dutzende von Milliarden Euro neben dem Endergebnis. Erst im nächsten Frühjahr errechnet das Statis­tische Bundes­amt diese Zahl aus Tausenden von Meldungen.

Und: Die Schulden steigen nicht gleichmäßig, sondern tagsüber schneller als nachts (dann schlafen die Mitarbeiter der Schulden­verwaltung), und wenn die Betriebe am 10. des Monats die Lohn- und die Umsatz­steuer zahlen, sinkt die Verschuldung für ein paar Tage.

Trotzdem haben Schuldenuhren einen Sinn. Denn sie machen anschau­lich, dass die Staats­verschuldung eine schier unglaub­liche Höhe erreicht hat und dass sie ständig weiter­wächst. Schulden­uhren sind sehr bekannt. Diese Seite hier ist auf staatsverschuldung.de die mit Abstand meist­gelesene.

Es wird von folgenden Zahlen ausge­gangen (der deutsche Staat gesamt, also Bund, Länder, Gemeinden, Sozial­versicherung):

Stand Ende 20112088 Mrd. €
Defizit 2012 (geschätzt 1% des BIP)26 Mrd. €
=824 € pro Sek.
Stand Ende 20122114 Mrd. €

Ziel: Dieser Zähler muss zum Stehen kommen (=Einfrieren der Staats­verschuldung), danach even­tuell rück­wärts zählen (=Abbau der Staats­verschuldung).

Zur Verwendung der Wörter Milliarde und Billion siehe hier.

Stand: 08.07.2012