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Schuldenuhr


Video: Ist Staatsverschuldung gefährlich?

Alle Schuldenuhren gehen falsch! Denn sie alle messen nicht die Verschuldung, sondern schätzen sie nur. Ausgangs­punkt ist der Schulden­stand am Ende des letzten Jahres, dann wird die Neu­verschuldung des laufenden Jahres geschätzt und daraus errechnet, wie hoch der Schulden­stand in dieser Sekunde ist - angeb­lich auf den Euro genau. Aber:

Niemand weiß, wie hoch die Neu­verschuldung des laufenden Jahres ist. Die Haushalts­pläne liegen meist mehrere Milliarden Euro neben dem Endergebnis. Erst im nächsten Frühjahr errechnet Eurostat dieses Enderrgebnis aus Tausenden von Meldungen. Und selbst die ist noch fehlerbehaftet; der deutsche Schuldenstand zum 31.12.2017 beispielsweise wurde von Eurostat nachträglich um über 27 Mrd. € berichtigt!

Trotzdem haben Schuldenuhren einen Sinn. Denn sie machen anschau­lich, dass die Staats­verschuldung eine schier unglaub­liche Höhe erreicht hat. Schulden­uhren sind sehr bekannt. Diese Seite hier ist auf staatsverschuldung.de die mit Abstand meist­gelesene.

Es wird von folgenden Zahlen ausge­gangen (der deutsche Staat gesamt, also Bund, Länder, Gemeinden, Sozial­versicherung):

Stand Ende 20192053 Mrd. €
Defizit 2020 (eigene Schätzung)400 (!!) Mrd. €
= pro Sek. 12.684 €
Stand Ende 20202453 Mrd. €

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Verschuldung immer nur gestiegen, teilweise um Dutzende Milliarden Euro pro Jahr. 2015 bis 2019 kam es erstmals zu einem Rückgang. 2020 gibt es wegen der Corona-Pandemie eine Steigerung, wie es sie nach dem Zweiten Weltkrieg noch nicht gegeben hat!

Zur Verwendung der Wörter Milliarde und Billion siehe hier.

Stand: 09.05.2020