Erblast

Staats­verschuldung verletzt auf krasse Weise das Prinzip der Generationen­gerechtig­keit.

Grafik von Klaus Staeck "Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen" (Bund der Steuer­zahler). Wenn unser Staat heute mehr ausgibt als er einnimmt, müssen die zukünftigen Generationen dafür aufkommen. Sie finden ein Gemein­wesen vor, das durch gigantische Zins­lasten geknebelt ist. Sie können das Zusammen­leben im Staat in ihrer Zeit nicht frei gestalten, weil sie keinen finanziellen Spielraum haben - eine echte Erblast. Das Problem wird verschärft durch die niedrigen Geburten­raten. Die Anzahl unserer Kinder ist geringer als unsere eigene Anzahl. Folglich werden unsere Kinder pro Kopf mehr Schulden haben als wir!

Das ist in hohem Maße ungerecht gegenüber den Jüngeren und denen, die erst noch geboren werden. Wir ruinieren nicht nur unsere eigene Zukunft, sondern ihre gleich mit. Unser Handeln muss sich am Prinzip der Nach­haltig­keit orientieren: Wie bei Rohstoff­verbrauch und Umwelt­belastung dürfen wir keine Ressourcen angreifen, die für die Kommenden unent­behrlich sind.

Entsprechend geht es uns schon heute mit den Schulden, die in den 60er und 70er Jahren aufgenommen wurden. Es ist einfach ungerecht, dass wir heute die Zinsen für diese Altschulden tragen müssen! Dies gilt umso mehr, als damals die Arbeits­losig­keit niedrig und das Wachstum hoch war. Die damaligen Finanzierungs­probleme hätten damals gelöst werden müssen. Die heutigen müssen heute gelöst werden!

Niemand hat das deutlicher gemacht als Klaus Staeck, der die Verwendung seiner Grafik erlaubt hat. Sie ist bei ihm als Karte und Poster erhältlich.

Stand: Oktober 2006