Zeitungsköpfe

Eine Falsch­meldung des Flensburger Tageblatts vom 01.07.2002

Zeitungsausschnitt 50 KB Da behauptet das Flensburger Tageblatt am 01.07.2002, im Landes­haushalt für das kommende Jahr fehlten nur 70 Mio. € zum Haushalts­ausgleich. Bei Ausgaben von insgesamt 7,8 Mrd. € wäre das weniger als ein Prozent. Und der Redakteur Peter Höver fabuliert in dem neben­stehenden Kommentar von ausge­glichenen Zahlen und davon, dass das bisher noch allemal geklappt habe.

Welch ein Irrtum. Wie man derselben Zeitung nur drei Tage später entnehmen kann, fehlen in Wirklich­keit 512 Mio. €! Das ist ein ähnlicher Betrag wie in den Jahren zuvor. Und das bedeutet: Von jeweils 16 € stammen 15 € aus Steuern, und 1 € leiht sich das Land. Man kann es auch so ausdrücken: Auch 2003 pumpt sich der Staat das Geld für jeden 16. Lehrer, für jeden 16. Polizisten, für jeden 16. Ministerial­beamten ...

So geht es schon seit Jahrzehnten. Das Ergebnis: Das Bundes­land Schleswig-Holstein sitzt auf einem Schuldenberg in der Größen­ordnung von 18 Mrd. €! Jedes Jahr muss es über 900 Mio. € Zinsen zahlen!

Stand: Juli 2002