Ausland: USA

Die Finanzkrise führte in den USA zu einem noch stärkeren Schulden­anstieg als in Deutschland! Beide Staaten haben inzwischen ähnlich hohe Schulden.

US-Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Quelle 37) Staatsverschuldung USA 1968-2014

Die Präsidentschaft von Ronald Reagan (1981-1989) war geprägt von Kürzung der Steuern und Erhöhung der Militär­ausgaben, wodurch die Staats­verschuldung stark anstieg. Die Kürzung der Sozial­ausgaben dämpfte dies nur.

Die Clinton-Arä (1993-2001) dagegen brachte einen enormen Sanierungs­erfolg, wie es ihn seit Jahr­zehnten nicht gegeben hatte; in den letzten vier Jahren wurden sogar Über­schüsse erwirt­schaftet. Für diesen Erfolg gab es zwei Ursachen: Ein unge­wöhnlich lang anhal­tender Boom der Wirtschaft und der Kampf um das Balanced Budget.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 nahm Präsident George W. Bush (2001-2009) wieder hohe Defizite insbeson­dere zur Finan­zierung des Kriegs im Irak in Kauf.

Aber noch viel höher sind die Defizite seit Beginn der Finanz­krise unter Präsident Barack Obama! Der Gesamtbetrag der US-Verschuldung lag Ende 2014 bei umgerechnet 11 Billionen Euro. Davon wurden knapp 2 Billionen durch die Notenbank finanziert, haben also die Geldmenge erhöht. Es gibt gegenwärtig in den USA keine wesent­liche Debatte darüber, wie die Verschuldung gestoppt oder gar zurück­geführt werden könnte.

Stand: 28.12.2015