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Ausland: Europa

Jedes Jahr im April veröffent­licht die Euro­päische Union Daten zur Ver­schuldung der Mitglied­staaten. Nach den Maastricht-Kriterien für die EURO-Währungs­union darf die Gesamt­verschuldung 60% des BIP nicht über­steigen. - Dies sind die Schulden­stände ausgewählter Staaten am 31.12.2018, jeweils in Prozent zum Brutto­inlands­produkt ("Schulden­quoten"): (Quelle 47)

€-Zone gesamt 86,7% Im Jahre 2018 ist die Schulden­quote in Europa zum vierten Mal hintereinander gesunken. Die Euro-Währungs­union hat sich seit den drama­tischen Ereig­nissen vom 09.05.2010 faktisch zu einer Haftungs­gemein­schaft entwickelt, daher ist heute die Entwick­lung in der Euro-Zone für Deutsch­land wichtiger als die Verschul­dung in Deutsch­land selbst.

In den Ländern mit sehr hohen Schulden­quoten sind diese 2018 konstant geblieben. Demgegen­über haben Deutsch­land, Öster­reich und die Nieder­lande die Schulden­quote deutlich verringert (Deutsch­land innerhalb von vier Jahren von 72% auf 61%).

In absoluten Beträgen ist Deutsch­land jetzt nur noch das Land mit den dritt­höchsten Schulden. Nach Italien sind jetzt auch die Schulden in Frankreich höher. Dabei ist die Wirt­schafts­kraft Italiens nur etwa halb so groß wie die Deutsch­lands. Ohne die Kredite der Euro­päischen Zentral­bank (EZB) wäre Italien vermutlich zahlungs­unfähig.

in Irland ist die Entwicklung wirklich erstaunlich: Innerhalb von nur fünf Jahren sank die Schuldenquote von 104% auf 65%!

In Griechenland stieg die Schulden­quote auf über 180%, trotz aller Spar­anstren­gungen. Das ist - nach Japan - der zweit­höchste Stand weltweit (Quelle 49).



Belgien 102,0%
Tschechien 32,7%
Dänemark 34,1%
Deutschland 60,9%
Irland 64,8%
Griechenland 181,1%
Spanien 97,1%
Frankreich 98,4%
Italien 132,2%
Ungarn 70,8%
Nieder­lande 52,4%
Österreich 73,8%
Polen 48,9%
Portugal 121,5%
Finnland 58,9%
Schweden 38,8%
Groß­britannien 86,8%

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Stand: April 2019