Kommunalverschuldung in Deutschland

Die Kommunalverschuldung in Deutschland hat im Jahr 2025 einen historischen Rekordwert erreicht. Städte, Gemeinden und Landkreise schrieben gemeinsam ein Defizit von 31,9 Milliarden Euro – mehr als je zuvor seit der Wiedervereinigung.

Ich habe Ihnen in diesem Beitrag aktuellen Zahlen, Hintergründe und Debatte zur Lage der kommunalen Finanzen zusammengestellt – von der Kassenkreditfalle bis zu den Altschulden-Programmen der Länder.

Auf einen Blick

  • Das kommunale Defizit 2025 beträgt 31,9 Milliarden Euro – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung, getrieben von explodierenden Sozialausgaben
  • Kassenkredite sind der kommunale Dispo-Kredit: Eigentlich nur für kurzfristige Liquiditätsengpässe gedacht, fressen sie bei vielen Kommunen dauerhaft Haushaltsmittel
  • Altschulden von rund 32 Milliarden Euro lasten auf finanzschwachen Flächenländern – Bund und Länder streiten, wer zahlt

Was ist Kommunalverschuldung?

Die Kommunalverschuldung umfasst alle Verbindlichkeiten von Städten, Gemeinden und Landkreisen gegenüber Dritten. Sie ist damit der kommunale Anteil an der gesamtstaatlichen Verschuldung Deutschlands und hat – obwohl kleiner als Bundes- oder Länderschulden – eine besondere politische Brisanz: Kommunen sind direkt für das Leben zuständig – für Kitas, Schulen, Straßen und soziale Leistungen.

Investitionskredite vs. Kassenkredite

Nicht jede kommunale Schuld ist gleich. Beim kommunalen Schuldenmanagement unterscheidet man zwei grundlegende Kreditarten, die sehr unterschiedlich zu bewerten sind.

Investitionskredite finanzieren Sachanlagen – den Neubau einer Grundschule, die Sanierung eines Schwimmbads oder den Ausbau der Kläranlage. Diese Schulden haben einen Gegenwert und sind in der volkswirtschaftlichen Betrachtung als „gute Schulden“ einzuordnen.

Kassenkredite hingegen dienen ursprünglich nur der kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen – vergleichbar mit dem Dispokredit auf dem Girokonto. Rechtlich dürfen sie ausschließlich zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit genutzt werden, nicht als dauerhafte Finanzierungsquelle für Investitionen. In der Praxis sind aus diesen kurzfristigen Überbrückungen für viele Kommunen langfristige Dauerverbindlichkeiten geworden – ein strukturelles Problem ersten Ranges.

Wer kontrolliert kommunale Schulden?

Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse (Art. 109 GG) gilt formell nur für Bund und Länder. Kommunen unterliegen dem Kommunalhaushaltsrecht der jeweiligen Länder, geregelt in den Gemeindeordnungen. Die Schuldenbremse greift auf kommunaler Ebene also nicht direkt. Die Kommunalaufsicht muss Kreditaufnahmen genehmigen und verpflichtet Kommunen bei hohem Eigenkapitalverzehr zur Aufstellung von Haushaltssicherungskonzepten.

Aktuelle Zahlen: Kommunalverschuldung 2025

Die aktuellen Daten aus dem April 2026 zeichnen ein alarmierendes Bild. Nach meiner Auswertung der Destatis-Veröffentlichungen haben die Kommunen 2025 alle bisherigen Negativrekorde gebrochen.

Rekorddefizit: 31,9 Milliarden Euro

Das vorläufige Jahresergebnis 2025 weist für die Kern- und Extrahaushalte der Kommunen ein Defizit von 31,9 Milliarden Euro neuer Rekord seit der Wiedervereinigung. Der bisherige Negativrekord stammte aus dem Jahr 2024 mit 24,8 Milliarden Euro. Innerhalb nur eines Jahres stieg das Defizit also um gut 28 Prozent.

Die Haupttreiber sind klar: Die Ausgaben für die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen stiegen 2025 um 11,2 Prozent, die Kosten für Kinder- und Jugendhilfe um 8,8 Prozent. Beides sind bundesgesetzlich geregelte Leistungen, die Kommunen erbringen müssen – ohne finanziellen Ausgleich vom Bund.

Kommunale Defizite: Entwicklung 2023-2025
JahrErgebnis (Kern- und Extrahaushalte)
2022+2,6 Mrd. Euro (Überschuss)
2023-6,8 Mrd. Euro (Defizit)
2024-24,8 Mrd. Euro (Defizit)
2025-31,9 Mrd. Euro (Defizit, Rekord)

Quelle: Destatis, Pressemitteilung April 2026

Gesamtverschuldung: 343,8 Milliarden Euro

Die integrierte Kommunalverschuldung – also einschließlich aller ausgelagerten Einheiten – belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 343,8 Milliarden Euro, ein Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht 4.448 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Die Schulden der kommunalen Kernhaushalte allein lagen bei 142,6 Milliarden Euro (1.845 Euro pro Kopf), ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber 2023.

Die Kassenkredite entwickelten sich dabei besonders dynamisch: Zum 30. September 2025 lagen sie um 16,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Das ist ein klares Zeichen, dass immer mehr Kommunen auf kurzfristige Liquiditätskredite zurückgreifen müssen, weil die laufenden Ausgaben die Einnahmen dauerhaft übersteigen.

Quelle: Destatis, Schulden der öffentlichen Haushalte

Historische Entwicklung der Kommunalverschuldung

Ein Blick zurück zeigt, dass die aktuelle Krise kein Betriebsunfall ist. Sie ist das Ergebnis einer Strukturproblematik, die Jahrzehnte alt ist – und von wenigen Jahren scheinbarer Entspannung unterbrochen wurde.

Überschussjahre und Rückkehr der Krise

Von 2015 bis 2022 erzielten die Kommunen insgesamt Überschüsse. Schon ab 2020 waren diese jedoch vorwiegend auf Corona-Hilfsprogramme des Bundes zurückzuführen – kein organisches Ergebnis sanierter Haushalte. Parallel bauten Kommunen von 2016 bis 2022 sieben Jahre lang Kassenkredite kontinuierlich ab, was Hoffnung auf eine strukturelle Gesundung weckte.

Diese Hoffnung erwies sich als trügerisch. Ab 2023 rutschten die Kommunen erstmals wieder in die Verlustzone. 2024 vervielfachte sich das Minus, und 2025 folgte der historische Rekordwert. Die vorübergehende Entlastung durch Sondereffekte hatte die grundlegende Schieflage lediglich überdeckt.

Kommunalausgaben wachsen schneller als das BIP

Ein längerer Zeitvergleich von 2004 bis 2024 macht das Strukturproblem messbar: Die Ausgaben der kommunalen Gebietskörperschaften wuchsen über die vergangenen zwanzig Jahre deutlich rasanter als das Wirtschaftswachstum. Die Schere zwischen Ausgaben und Wirtschaftsleistung öffnet sich also seit zwanzig Jahren – unabhängig von Konjunkturzyklen.

Die Dynamik auf der kommunalen Ebene unterscheidet sich dabei grundlegend von der Bundesebene – und sie gefährdet mittel- bis langfristig die Gesamtverschuldung Deutschlands.

Quelle: Eurostat, Schuldenquoten öffentlicher Gesamthaushalte

Kassenkredite: Der kommunale Dispo

Kassenkredite – in manchen Bundesländern auch Liquiditätskredite genannt – sind das kommunale Äquivalent zum privaten Dispokredit. Ich sehe sie als das deutlichste Warnsignal für eine strukturelle Haushaltsmisere: Dispo dauerhaft ausreizt, hat Einnahmen-Ausgaben-Problem, kein kurzfristiges Liquiditätsproblem.

Wie Kassenkredite entstehen

Das Entstehungsmuster ist bei vielen Kommunen gleich: Die Pflichtausgaben – gesetzlich verankerte Leistungen wie Sozialhilfe, Eingliederungshilfe, Kindertagesbetreuung – übersteigen die laufenden Einnahmen. Die freiwilligen Ausgaben sind längst auf ein Minimum reduziert. Für Investitionen bleibt kein Spielraum mehr. Um trotzdem zahlungsfähig zu bleiben, greift die Stadt zum Kassenkredit.

Das Problem: wird kurzfristig aufgenommen, nie getilgt. Er rollt weiter, die Zinsen fressen weiteren Spielraum, und die nächste Pflichtausgabensteigerung zwingt zur erneuten Aufnahme. Ein Teufelskreis, aus dem viele Kommunen ohne externe Hilfe nicht herausfinden.

Das Konnexitätsprinzip: Wer bestellt, muss zahlen

Das sogenannte Konnexitätsprinzip besagt, dass der Gesetzgeber, der einer Gebietskörperschaft neue Aufgaben überträgt, auch für die Finanzierung verantwortlich ist. In der Praxis hält sich der Bund regelmäßig nicht an diesen Grundsatz. Neue Sozialleistungen werden per Bundesgesetz eingeführt, die Kommunen müssen die Leistungen erbringen – aber die Finanzierung bleibt eine Leerstelle.

Der Anstieg der Eingliederungshilfe um 11,2 Prozent in 2025 ist kein Zufall und kein lokales Versagen einzelner Kämmerer. Er ist die direkte Folge bundesgesetzlicher Entscheidungen, die ohne vollständige Kostendeckung auf die kommunale Ebene durchgereicht wurden. Aus meiner Sicht ist das das eigentliche Kernproblem der deutschen Kommunalfinanzen – und es ist lösbar, wenn Bund und Länder politisch den Willen aufbringen.

Altschulden-Landkarte: Welche Länder ihre Kommunen unterstützen

Die Altschulden der Kommunen – also aufgehäufte Kassenkredite, die längst den Charakter von Dauerverbindlichkeiten haben – belaufen sich in den finanzschwachen Flächenländern auf rund 32 Milliarden Euro (Stand Ende 2024). Einige Länder haben Entschuldungsprogramme aufgelegt, andere lassen ihre Kommunen weitgehend allein. Die Unterschiede sind erheblich.

Entschuldungsprogramme der Bundesländer für Kommunen (Auswahl)
BundeslandProgrammVolumen / Konditionen
Nordrhein-WestfalenGesetzentwurf ab 2026 (beschlossen Feb. 2025)250 Mio. Euro/Jahr, insgesamt 7,5 Mrd. Euro über 30 Jahre
HessenHessenkassegesetz (zuletzt geändert 27.03.2025)Ablösung von Kassenkrediten, Refinanzierungszeitraum bis zu 30 Jahre
Bund (geplant)Klingbeil-Hilfspaket 2026-20291 Mrd. Euro/Jahr gesamt, davon 250 Mio. für finanzschwache Flächenländer

Quellen: Hessisches Ministerium der Finanzen, Hessenkasse; Zeit Online, April 2026

Das NRW-Programm ist bemerkenswert: Das Land übernimmt kommunale Kassenkredite in den Landeshaushalt und entlastet damit die Kommunen bilanziell – ohne dass die Schulden verschwinden. Die Tilgung dauert bis zu 30 Jahre. Das Hessenkassegesetz funktioniert ähnlich. Beide Programme sind Symptombehandlung, kein strukturelles Heilmittel – solange die Ursachen (Bundesgesetze ohne Kostendeckung) nicht beseitigt werden.

Politische Debatte: Wer trägt die Altschulden?

Die politische Auseinandersetzung um die Kommunalfinanzen hat sich im Frühjahr 2026 spürbar zugespitzt. Alle Beteiligten haben Positionen bezogen – und die Distanz zwischen ihnen ist groß.

Das Klingbeil-Paket und seine Kritiker

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil kündigte im April 2026 an, Länder und Kommunen von 2026 bis 2029 mit einer Milliarde Euro jährlich entlasten zu wollen. Davon sollen 250 Millionen Euro für finanzschwache Flächenländer zur Übernahme kommunaler Altschulden fließen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag wiesen diese Pläne als „Tropfen auf den heißen Stein“ zurück. DLT-Präsident Dr. Achim Brötel warnte am 1. April 2026, die Kommunen fahren finanziell „auf Verschleiß“ – und die demokratische Handlungsfähigkeit vor Ort breche weg. Dem ist wenig hinzuzufügen: Bei einem Gesamtdefizit von 31,9 Milliarden Euro allein in 2025 sind 250 Millionen Euro im Jahr kaum der Rede wert.

Forderung nach einem echten Altschuldenschnitt

Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ sowie Teile der parlamentarischen Opposition fordern seit Jahren, dass der Bund dauerhaft 50 Prozent der kommunalen Kassenkredite übernimmt. Der Bund verweist auf die Länderzuständigkeit, die Länder drängen den Bund zur Beteiligung – ein klassisches Spiel mit dem Schwarzen Peter, bei dem die Kommunen die Zeche zahlen.

Zur politischen Einordnung: Ich halte die Forderung nach einem echten Bundesbeitrag zur Altschuldenübernahme für sachlich begründet. Die Schulden entstanden zu erheblichen Teilen aus bundesgesetzlichen Verpflichtungen. Wer bestellt, sollte zahlen – das gilt auch auf nationaler Ebene. Ob das politisch durchsetzbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Die bisherigen Bundesregierungen haben diese Verantwortung konsequent von sich gewiesen.

Prognose: Kommunale Finanzen 2026 und danach

Die mittelfristigen Aussichten sind nach meiner Einschätzung wenig ermutigend. Strukturelle Defizite werden die kommunale Ebene dauerhaft belasten. Der Kommunale Finanzreport 2025 der Bertelsmann Stiftung sieht das Defizitniveau dauerhaft erhöht, getrieben durch das ungebremste Wachstum der Sozialausgaben und dauerhaft erhöhte Kosten durch Inflation.

Die Kommunen selbst haben kaum eigene Stellschrauben. Freiwillige Ausgaben sind vielerorts längst auf null reduziert. Die Neuverschuldung folgt dem Zwang der Pflichtaufgaben, nicht dem Willen der Kämmerer. Solange der Bund die Kosten für bundesgesetzliche Leistungen nicht vollständig erstattet, bleibt die Schuldenspirale auf kommunaler Ebene in Gang.

Kommunalverschuldung im Kontext der Staatsverschuldung

Die Kommunen sind – gemessen an den Gesamtschulden Deutschlands – ein relativ kleiner Posten. Mit rund 7,3 Prozent der öffentlichen Gesamtschulden fallen sie deutlich hinter Bund (69,1 %) und Länder (23,5 %) zurück. Das relativiert aber nicht die Schwere der Krise: Kommunale Finanzprobleme treffen Bürger unmittelbar.

Kaputte Straßen, verrottete Schulgebäude, geschlossene Schwimmbäder, überlastete Jugendämter – das sind keine abstrakten Haushaltszahlen. Sie sind die realen Folgen von Kassenkrediten, die keine Investitionen mehr zulassen. Das unterscheidet die Kommunalverschuldung grundlegend von der Bundeshaushalt-Logik: Was Berlin auf die lange Bank schiebt, zeigt sich in Berlin; was Duisburg oder Pirmasens auf die lange Bank schiebt, zeigt sich auf dem Schulhof nebenan.

Im Rahmen der gesamtstaatlichen Schulden – die ich auf der Übersichtsseite zur Staatsverschuldung im Detail erkläre – bleibt die Kommunalebene ein kritischer Schwachpunkt. Die Konsolidierung des Bundes nutzt wenig, wenn gleichzeitig Hunderte Kommunen strukturell defizitär arbeiten müssen.

Häufige Fragen

Ich beantworte Ihnen hier die wichtigsten Fragen zur Kommunalverschuldung in Deutschland.

Wie hoch ist die Kommunalverschuldung in Deutschland?

Die integrierte Kommunalverschuldung belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 343,8 Milliarden Euro (4.448 Euro pro Kopf). Das Defizit der Kommunen erreichte 2025 mit 31,9 Milliarden Euro einen historischen Rekordwert. Alle Details stehen im Abschnitt „Aktuelle Zahlen: Kommunalverschuldung 2025„.

Was sind Kassenkredite?

Kassenkredite sind kurzfristige Liquiditätskredite, die Kommunen eigentlich nur zur vorübergehenden Überbrückung von Zahlungsengpässen aufnehmen dürfen. In der Praxis wurden sie bei vielen Kommunen zu dauerhaften strukturellen Verbindlichkeiten, weil laufende Ausgaben die Einnahmen strukturell übersteigen. Mehr dazu finden Sie im Bereich „Kassenkredite: Der kommunale Dispo„.

Gilt die Schuldenbremse auch für Kommunen?

Nein. Die grundgesetzliche Schuldenbremse gilt nur für Bund und Länder. Kommunen unterliegen dem Kommunalhaushaltsrecht der Länder. Die Kommunalaufsicht muss Kreditaufnahmen genehmigen und kann Haushaltssicherungskonzepte einfordern. Schau dir dazu den Bereich „Wer kontrolliert kommunale Schulden?“ an.

Warum steigen kommunale Ausgaben so stark?

Der Haupttreiber sind bundesgesetzlich geregelte Pflichtaufgaben: Die Ausgaben für Eingliederungshilfe stiegen 2025 um 11,2 Prozent, für Kinder- und Jugendhilfe um 8,8 Prozent. Der Bund überträgt dabei Aufgaben ohne vollständige Kostendeckung. Das Konnexitätsprinzip wird in der Praxis regelmäßig verletzt. Mehr dazu unter „Das Konnexitätsprinzip: Wer bestellt, muss zahlen„.

Welche Länder helfen ihren Kommunen bei den Altschulden?

Hessen und Nordrhein-Westfalen haben Entschuldungsprogramme aufgelegt. NRW plant ab 2026 250 Millionen Euro jährlich über 30 Jahre einzusetzen; die Hessenkasse läuft bereits. Kommunalverbände werten das bundesweit als unzureichend. Alle Details finden Sie im Abschnitt „Altschulden-Landkarte„.

Was fordert das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“?

Das Bündnis und Teile der parlamentarischen Opposition fordern, dass der Bund dauerhaft 50 Prozent der kommunalen Kassenkredite übernimmt. Der Bund verweist auf die Länderzuständigkeit. Mehr zu dieser politischen Auseinandersetzung lesen Sie im Abschnitt „Forderung nach einem echten Altschuldenschnitt„.

Wie wirkt sich die Kommunalverschuldung auf den Alltag aus?

Kommunale Finanzprobleme zeigen sich direkt: marode Schulgebäude, gesperrte Brücken, geschlossene Bäder, unterfinanzierte Jugendämter. Kassenkredite blockieren Investitionen vollständig, weil jeder freie Euro in den Schuldendienst fließt. Einen größeren Zusammenhang mit der Gesamtverschuldung bietet der Bereich „Kommunalverschuldung im Kontext der Staatsverschuldung„.